Unsere Abenteuerreise zur Südinsel –Teil 1

Über 10 Jahre leben wir nun schon in Neuseeland und bis vor kurzem hatten wir es leider immer noch nicht geschafft die Südinsel zu erkunden. Gründe dafür schien es immer genug zu geben. Entweder hatten wir unsere Urlaubstage und zusammengespartes Geld für eine Reise nach Deutschland geplant oder ich war mit einen meiner Kinder schwanger oder wir empfanden die Kinder als zu klein.

Doch nun kurz nach Weihnachten 2016 war es endlich für uns soweit und es ging für uns 5 auf zur Südinsel. In unserem Toyota Estima (ein 7-Sitzer Auto) sind wir auf und davon. Da wir die 3 Wochen Urlaub, die wir zur Verfügung hatten, vor allem auf der Südinsel verbringen wollten, sind wir fast in einem Zug die über 10 stündige Autofahrt (ohne Pausen) nach Wellington durchgefahren.

Waiohine 2Nur bei der Waiohine Schlucht, die sich ungefähr 1,5 Stunden nördlich von Wellington befindet, wollten wir einen Zwischenstopp mit Übernachtung auf der dortigen DOC-campsite (von der Regierung zur Verfügung gestellten, sehr günstigen Campingplätze, um den Freedom camping entgegen zu wirken) machen. Ein Zwischenstopp, der sich auf jeden Fall gelohnt hat und ich wärmstens weiterempfehlen kann.

Unser Zelt hatten wir mit dabei, wollten uns aber die Zeit für den Auf- und Abbau, vor allem wenn das Zelt nass gewesen wäre, sparen. So probierten wir auf aufgeblasenen Luftmatrazen im Auto alle 5 zu schlafen. Es war etwas eng, aber doch sehr gemütlich und das Zelt blieb unaufgebaut. Viele Leute auf den Campingplätzen schauten uns immer etwas verwundert und skeptisch an, wenn wir alle nach und nach im Auto verschwanden. Einge kamen fasziniert zu uns rüber und äußerten sich bewundernd über unsere Reiseart.

Wir hatten jedenfalls eine richtig tolle Zeit, in der wir als Familie nochmals etwas mehr zusammen gewachsen sind. Unsere Kinder empfanden es als Abenteuer pur und hatten ihren Spaß. Für uns bedeutete diese Reise unseren Fokus von unseren Limitierungen wegzunehmen und uns statt dessen frei und unhaltbar zu fühlen. Nicht viele Deutsche würden wohl so mit ihren Kindern in Urlaub fahren, doch für uns wurde diese Reise zu einem unvergesslichen großartigen Erlebnis.

FaehreNoch zu Hause hatte ich eine grobe Planung von unserer Reise gemacht, da ich die Überfahrt mit der Fähre in beiden Richtungen buchen wollte. Wenn wir nicht gerade in der Hauptsaison gefahren wären, könnte man sich dies wahrscheinlich sparen und einfach spontan kommen, aber da wir an einem bestimmten Tag wieder zurück kommen mussten und ich den Malborough Sound tagsüber sehen wollte, hatte ich 3 Monate im voraus die Fähre gebucht und musste feststellen, das ich schon keine freie Auswahl mehr an Tagen und Zeiten hatte. Vieles war schon ausgebucht.

RakaiaUnsere Reise sollte jedenfalls ursprünglich von der Aucklandregion zur Waiohine Schlucht nach Wellington, dann Picton, Nelson, Abel Tasman zur Westküste mit den Pancake Rocks und Fox und Franz Josef Gletschern, am Wanaka See vorbei nach Queenstown gehen. Von dort dann zum Milford Sound, zurück nach Queenstown, vorbei an der Kawarau Schlucht, zum Mount Cook, weiter zum Tekapo See bis nach Christchurch und dann über Kaikoura zurück nach Picton und dann Aucklandregion führen.

Doch dann erbebte die Erde auf erschütterne Art und Weise auf der Südinsel und die Strasse von Christchurch nach Picton über Kaikoura war nicht mehr befahrbar. Somit mussten wir eine alternative Strecke finden. Ich war schon sehr enttäuscht, hatte ich mich doch so auf die Robbenkolonien in Kaikoura gefreut.

Gerne hätten wir auch noch den südlicheren Teil der Südinsel erkundet, dennoch hatten wir uns schon zu Hause dagegen entschieden, da wir lieber weniger Stress durch das vermehrte fahren haben wollten. Und die vielen extra Kilometer hatten sich in unseren Augen nicht wirklich gelohnt für die Sehenswürdigkeiten, die wir uns in dem südlichen Teil hätten anschauen wollen.

Hokitika kleinFür uns war es wichtiger, spontan jeden Tag entscheiden zu können, wo wir hinfahren wollten als jeder Sehenswürdigkeit hinterherzujagen. Und genau diese Regelung hatte uns ja das Gefühl der Freiheit gegeben, was diesen Urlaub so einzigartig gemacht hatte. Auf diese Weise haben wir einige Sehenswürdigkeiten gesehen, die gar nicht auf unserer „Must See“- Liste standen uns aber wesentlich mehr beeindruckt hatten und andere wieder weggelassen, die wir vorab unbedingt sehen wollten.

Da dieser Artikel zu lang mit den gesamten Erfahrungen und Bildern werden würde, unterteile ich den Bericht in 3 Teile (Teil 2, Teil 3), in dem ich euch, von unseren Eindrücken und besuchten Sehenswürdigkeiten zur Südinsel Neuseelands, eine Kurzbeschreibung gebe.

Mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren. Wie seid ihr umhergereist? Was habt ihr so erlebt? Was könnt ihr anderen Reisenden empfehlen? Was hat euch besonders beeindruckt und gefallen oder welche Reiseziele waren eurer Meinung nach überflüssig?

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3 Kommentare zu “Unsere Abenteuerreise zur Südinsel –Teil 1

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