Melina – Neuseeland, mein Abenteuer

Milford Sound - CopyNeuseeland sollte für mich mein erstes großes Abenteuer sein.
Mit 15 (inzwischen bin ich 19) hatte ich mich entschlossen, einen Schüleraustausch zu machen. Dieser führte mich in das weit entfernte Neuseeland. Ein Land, das ich bis dahin nicht wirklich kannte, inzwischen aber über alles liebe, die Natur, die atemberaubenden Landschaften und die Herzlichkeit der Kiwis.

Abel TasmanWenn man mich fragen würde, was einer meiner Lieblingsplätze in Neuseeland ist, dann würde ich den ‚Abel Tasman‘ nennen.
Das Gefühl, durch einen Urwald zu laufen und zwischen drin immer wieder einen Blick auf die wunderschönen Strände und das so klare blaue Wasser zu werfen, hin und wieder zu einem der Strände zu gehen, sowas findet man in Europa nicht so schnell.

Skifahren am Mt RuapehuAls eines meiner tollsten Erlebnisse würde ich Ski fahren in Neuseeland nennen.
Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, auf einem Vulkan Ski gefahren zu sein – am Mt. Ruapehu durfte ich dies tun. Als wäre das nicht genug, hatten wir auch noch eine Aussicht, die man in den österreichischen oder bayrischen Alpen so nicht zu sehen bekommt – auf der Spitze Schnee zum Ski fahren, im Tal kein bißchen Schnee und in der Ferne konnte man den Ozean sehen. Ein Ausblick, den man nicht so schnell vergisst.

Eigentlich sollte Neuseeland den Leitspruch der Amerikaner klauen, “das Land der unbegrenzten Möglichkeiten”, denn das stellt Neuseeland für mich dar.
Bungee jumping, Fallschirmspringen, mit Delfinen im offenen Meer schwimmen und so viele verschiedene wundervolle Landschaften, all diese unvergesslichen Dinge durfte ich in NZ erleben.

Skydive in TaupoDelfinschwimmen in Kaikoura

Und das beste des ganzen, ich durfte Neuseeland nicht nur als Tourist erleben, sondern das neuseeländische Leben als Austauschschülerin für 4 Monate kennenlernen. Bei meiner Gastfamilie in Orewa hatte ich mich immer Zuhause gefühlt und inzwischen sind sie zu meiner zweiten Familie geworden.

Tja, und dann ist da noch die Schule; es kann ja nicht immer um den Spaß gehen.
Vorweg muss ich sagen, dass sie nicht mit dem deutschen Schulsystem zu vergleichen ist. Also ist der Spaß nicht ganz raus. Als Austauschschülerin hatte ich die Möglichkeit, meine Fächer frei zu wählen, was bei dem breitgefächertem Kursangebot nicht einfach war. Am Ende hatte ich mich unter anderem für die Kurse Kochen, Fashion Design und Sport entschieden. Das ist doch mal ein schöner Schulalltag.
http://www.expedia.de

Ob ich auch Schwierigkeiten hatte?
Natürlich ohne geht es nicht. Zu Beginn war da die Sprache. Zu der Zeit hatte ich 5 Jahre Englischunterricht. Mein Englisch war okay, aber es ist was anderes, eine fließende Unterhaltung in der Fremdsprache zu führen. Das macht Einen natürlich unsicher am Anfang,doch mit der Zeit legt sich auch das, zuguterletzt dank der so verständnisvollen Neuseeländer, die notfalls auch alles drei Mal wiederholen und immer wieder versichern, das das eigene Englisch super ist (auch wenn du genau weißt, dass dem nicht so ist). Sicherlich gab es noch die eine oder andere weitere Schwierigkeit an die ich mich nach vier Jahren aber nicht mehr erinnern kann, viel zu sehr überwiegen die guten Erinnerungen.

Auch jetzt nach vier Jahren stehe ich noch in regem Kontakt mit meinen Gasteltern. Sogar in Deutschland haben sie mich schon besucht, sowie meine Gastschwester und ihr Mann.
Nachdem ich letztes Jahr mein Abitur absolviert hatte, führte mich mein Weg wieder nach Neuseeland, zurück zu meiner neuseeländischen Familie und dem Flair Neuseelands, dem man einfach nicht widerstehen kann. Was soll ich sagen, ich habe mich in das kleine Land am anderen Ende der Welt verliebt. Ich bin mir sicher, mein Weg wird mich noch viele Male zurück nach NZ führen.

Melina

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