Dritter Teil unserer Reise zur Südinsel Neuseelands

Im ersten Teil meines Berichtes habe ich euch von unserem ursprünglichen Plan unserer Reise zur Südinsel Neuseelands erzählt. Doch am Ende sind wir dann eine etwas andere Strecke abgefahren, von der ich euch schon im zweiten Teil (von der Waiohine Schlucht(Nordinsel) über Picton bis zum Lake Tekapo) etwas mehr beschrieben habe. In diesem Teil geht die Fahrt weiter von Mount Cook über Queenstown und die Gletscher bis wieder nach Picton.

Mount Cook

Mount Cook

Leider hatten wir kein Glück mit den Mount Cook. Es war sehr bewölkt und zwei Tage hatten wir gehofft ihn entdecken zu können, um ein Foto machen zu können. Zu mehreren Aussichtspunkten sind wir gefahren, aber wir hatten einfach kein Glück. Andere Touristen hatten dann einen Aufstieg gewagt, aber das war nichts für uns und den Kindern.Dazu waren wir nicht richtig bekleidet, der Aufstieg war uns zu lang und zu beschwerlich und ein Bild hätten wir dann ja auch nur runter vom Mount gehabt und nicht auf ihn. Somit musste ich mich mit einer Ansichtskarte begnügen und er steht für die nächste Reise auf dem Plan.

Lake Middelton and Lake Ohau

Lake OhauLake Middelton

Wieder auf der Suche nach einem Zeltplatz, wo wir unseren Hund mitnehmen durften, fanden wir dann den Platz an den beiden Seen, die sich direkt nebeneinander befanden. Eine sehr schöne Entdeckung. Wir konnten hier viele Einheimische finden und auch andere Neuseeländer, die zum Urlaub mit Boot hierherkamen. Unsere Kinder haben Cricket mit anderen Kindern gespielt und wir hatten alle eine gute Zeit hier.

Maia Lake Ohau

Kawarau Schlucht und Goldmine

Kawarau GorgeKawarau bungee

Berühmt für das Bungeejumping, zog es auch uns auch hier her. Wir hatten zwar nicht vor einen Sprung zu machen, auch wenn meine älteste Tochter stark darum bettelte. Das kann sie gerne machen, wenn sie älter ist. Dennch hatten wir unsere Freude daran anderen beim Sprung zuzuschauen. Als Versöhnung sind wir mit unseren Kindern dann zu einer Goldmine an der Kawarau Schlucht, wo sie Gold schürfen und mehr über den Goldabbau in dieser Region lernen durften. Alle 3 Kinder hatten auch das Glück entweder im Stein selbst oder im Wasser kleine Goldfäden zu finden. Alle waren glücklich und uns hat diese Gegend ebenfalls sehr gefallen.

Kawarau Gorge 2 mineKawarau Goldmine

Queenstown

Queenstown 4Queenstown

Obwohl die Sonne wunderschön geschienen hat, war unsere Zeit in Queenstown wohl die, wo wir am meisten gefroren hatten, da immer ein kalter Wind von den schneebedeckten Bergen herunterwehte. Queenstown ist eine kleine Stadt, die völlig überfüllt war als wir hier zu Besuch waren. Sie ist als Abenteuerstadt bekannt, wo man Bungeejumping und andere Adrenalinerhöhende Attraktionen erleben kann. Da dies nicht unser Ziel war, suchten wir eher nach den anderen Sehenswürdigkeiten, wo aber ebenfalls sehr viele Menschen vorzufinden waren. So sind wir mit der Gondel hoch zum „Bob’s Peak“, einen wunderschönen Aussichtspunkt über die Stadt, dem 3. Größten See Neuseelands „Lake Wakatipu“ und den gebirgigen Umland. Von der Spitze kann man mit dem Fallschirm runter springen oder mit dem Mountain bike, welche man vor Ort ausleihen kann, auf den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden runterfahren und noch viele andere Aktivitäten machen. Wir alle haben uns entschieden mit der Luge (eine Autorennfahrt, die bergab geht) zu fahren, für uns unbedingt ein „Must do“. Im Cafe haben wir dann gestärkt und nochmals die wunderschöne Aussicht genossen bevor wir dann am Fusse des Berges die Kiwi Sanctuary besuchen gegangen sind, in der wir sehr viel Interessantes erfahren hatten. Die Kinder fanden das Schwimmbad in Queenstown mit am besten, was komischweise von Touristen kaum besucht wurde, aber doch sehr günstig und richtig toll war. Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Queenstown, waren aber auch froh wieder Richtung Norden in wärmere Gegende zu fahren.

Tipp: Die Luge und Gondel gibt es auch in Rotorua, aber beide Strecken in Rotorua und Queenstown sind einzigartig und sehr empfehlenswert.

Queenstown 2Queenstown 3

Lake Wanaka

Lake Wanaka 2Lake Wanaka

Am Lake Wanaka hatten wir wieder auf einem Zeltplatz unser Lager aufgeschlagen. Der See ist der 4. größte See Neuseelands und befindet sich in der Otagoregion. Die längsten Achse ist ungefähr 42 km lang und 10 km breit. Es wird geschätzt, dass der See mehr als 300m tief ist. Der Name Wanaka kommt aus der Maori-Sprache und bedeutet soviel wie „Die Korruption von Oanaka“ (Oanaka ist der Ort von Anaka, dem Häuptling von einem Maoristamm). Wir hatten uns einen windgeschützten Platz gefunden und konnten so die Sonne und Wärme so richtig schön geniessen, da ansonsten auch hier immer noch die kalten Winde der Berge zu spüren sind. Zum Baden war es uns aber leider zu kalt.

Faintail Wasserfall

Fanatail

Häufig schon habe ich euch Wasserfälle vorgestellt, da meine Familie diese sehr gefallen und so war es natürlich nicht verwunderlich, dass wir auch auf unserer Reise auf der Südinsel einige Wasserfälle uns angeschaut hatten. Der Faintail Wasserfall ist leicht zugängig und in wenigen Minuten von der Straße aus zu Fuss erreichbar. Der Wasserfall ist ungefähr 23 m hoch und ist breit gefächert, wie von dem Schwanz des Vogels Faintail. Ein schöner Zwischenstopp für uns, wo wir uns alle die Beine gut vertreten konnten.

Gates of Haast

Gates of haastGates of Haast 2

Eine Ansammelung von Wasserfällen, die man auf dem Weg vom Lake Wanaka, ungefähr 1,5 Stunden von der Wanaka Stadt, zur Westküste über eine Brücke überquert und wir sehr beeindruckend empfanden. Gut von der Brücke aus zu fotografieren oder man kann einen kleinen Pfand nach unten folgen und Fotos direkt von den Steinen aus machen.

Gates of Haast 3

Thunder Creek Wasserfall

Thunder Creek

Ein 96 m hoher Wasserfall, der gut ausgeschildert ist und ebenfalls schnell und leicht von der Straße (SH6) aus erreichbar ist. Auf vielen Webseiten wird dieser Wasserfall als „Must see“ für Neuseeland aufgeführt. Und auch wir waren von diesem Wasserfall sehr beeindruckt. Er ist gut von der Plattform, die man in 10 Minuten zu Fuss erreicht zu fotografieren.

Gillespies Beach

Gillespies BeachGillespies Beach 2

Die Westküste ist bekannt für seine rauhen und wilden Steinstrände. Und auch wir waren fasziniert davon. In der Nähe von dem Strand sollte es nochmals eine Robbekolonie geben, da es aber zuvor stark geregnet hatte, war der circa 1,5 stündige Wanderweg dorthin wegen Überschwemmung gesperrt. Dennoch hatten wir eine sehr schöne Zeit und haben uns ein Lagerfeuer mit dem trockenen angeschwemmten Holz, was die Kinder am Strand gefunden hatten, gemacht.

Fox und Franz Josef Gletscher

Fox GlacierFox Glacier 3

Auf die Gletscher hatten sich die Kinder auf unserer Reise mit am meisten gefreut, waren aber dann doch etwas enttäuscht. Der Fox Gletscher ist ein 13 km langer und von einer Höhe von 2600m auf nur 300m über den Meerespiegel abfallende Gletscher. Leider ist er seit mehr als 100 Jahren im Rückzug und deshalb konnte nur ein grauer streckige Schneehaufen in der Ferne von der Aussichtsplattform gesehen werden und der Wanderweg zur Plattform war doch recht lang.

Franz Josef Glacier 2Franz Josef Glacier 5

Der Franz Josef Gletscher hingegen hat uns besser gefallen, da man den Gletscher fast auf dem gesamten Wanderweg sehen konnte und die grün-blau schimmerndern Farben durch das Eis blitzten, die leider im Foto nicht sehr gut festgehalten worden, da es an dem Tag wieder mal sehr bewölkt war und unsere Kamera doch recht limitiert ist.Der Gletscher erstreckt sich über eine Länge von 12 km. Leider ist auch dieser Gletscher am zurückziehen. Der gesamte Weg zum Gletscher war aber wesentlich interessanter durch die vielen Wasserfälle und moosüberwachsenden Steine, die auf dem Pfad gesichtet werden konnten. Auch konnten wir Eisschollen entdecken, die die Kinder natürlich gleich auskundschaften mussten.

Franz Josef Glacier 3 Franz Josef Glacier 4

Maruia Wasserfall

Maruia FallsEine kleine Pause auf unseren Weg zurück in den Norden führten uns vorbei an dem Maruia Wasserfall. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass es auch ein „Must see“- Wasserfall in Neuseeland wäre und so sind wir natürlich auch dorthin. Und wir wurden nicht enttäuscht. Nur ein 5 Minuten langer Wanderweg von der Straße SH65 führte uns zu einem zwar recht flachen aber doch sehr breiten Wasserfall, der auf jeden Fall seinen eigenen Reiz auf uns hatte.

Kawatiri Historic Railway

Kawatiri 3Kawatiri 4

Ein kleiner aber doch recht überaschender Zeltplatz, der den Kindern, unserem Hund und uns einen sehr guten Auslauf und Abwechselung gebracht hatten. Auf dem 20 minütigen Wanderweg konnten wir etwas mehr zur Geschichte Neuseelands erfahren. Wie auf vielen Plätzen zuvor gab es auch hier wieder sehr viele Sandflies, die ein wenig den Aufenthalt etwas getrübt hatten.

Kawatiri 2

Aussi Bay

Aussi bay 3

Unsere letzte Nacht bevor es wieder mit der Fähre zur Nordinsel zurück ging. Ideal etwas besser das maritime Leben des Malborough Sounds kennenzulernen, fanden wir bei Ebbe in den vielen zurückgebliebenen Pfützen eine reichhaltige Anzahl von Meeresbewohnern, wie Krebsen, Muscheln, Seesterne, u.v.m. Hier haben wir auch den bisher größten Seestern (fast 30 cm) gesehen.

Aussi bay 2 Aussi bay

Da dieser Artikel zu lang mit den gesamten Erfahrungen und Bildern werden würde, unterteile ich den Bericht in 3 Teile, in dem ich euch von unseren Eindrücken und besuchten Sehenswürdigkeiten eine Kurzbeschreibung gebe. Lest doch auch den ersten Teil und zweiten Teil unserer Abenteuerreise zur Südinsel Neuseelands durch.

Mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren. Wie seid ihr umhergereist? Was habt ihr so erlebt? Was könnt ihr anderen Reisenden empfehlen? Was hat euch besonders beeindruckt und gefallen oder welche Reiseziele waren eurer Meinung nach überflüssig?

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